Pädagogische Ausrichtung

Situativ orientierter Ansatz

Zu schauen was los ist, was in einer Situation gebraucht wird, welche Lösungen sinnvoll wären und kooperativ die zu gehenden Wege entwickeln: Dieser Ansatz stellt einen der Grundsätze in der Innovationsschule Lernarena dar.

Keine Dogmen strukturieren den Schulalltag, sondern gemeinsam getroffene Entscheidungen auf der Basis zielorientierter und pragmatischer Diskussionen und Analysen.

Lernen der Basics

Gewisse Grundlagen müssen von allen SchülerInnen gelernt werden. Der österreichische Schulplan ist in der LernArena die Basis der Unterrichtsgestaltung. Alle Kinder müssen Lesen, Schreiben, Grundrechnungsarten und einiges andere lernen. Hier ist die Aufgabe des Lehrteams den Unterricht so zu gestalten, dass er interessant und spannend ist und auch bleibt. Abwechslungsreiche pädagogische Ansätze, unterschiedliche Ressourcen und Wege, die Nutzung digitaler und medialer Möglichkeiten machen das Lernen und die dazugehörigen Prozesse zu einem positivem Erlebnis.

Kurssystem

Zusätzlich zu den Basics, die alle SchülerInnen lernen müssen, stehen die Interessen und Prioritäten der SchülerInnen im Vordergrund. Ein Kurssystem, Workshops und externe Lehrbeauftragte machen in der Innovationsschule Lernarena Lernen vielseitig und vielfältig.

Ähnlich wie an Universitäten stellen sich die Kinder und Jugendlichen mit mehr oder weniger Begleitung – natürlich altersabhängig gestaltet – ihren individuellen Stundenplan zusammen. Die Lerninhalte sind so an die Interessen ausgerichtet.

Lernen durch Lehren

Ein weiteres didaktisches Element ist das Prinzip des „Lernens durch Lehren“. In unterschiedlichen Settings bereiten die SchülerInnen Themen auf, arbeiten an Projekten und stellen diese vor. Indem selbstständig vorbereitet wird und die Strukturen erarbeiteten werden, geschieht Lernen quasi nebenher. Das Wissen kann sich in dem Prozess verankern und andere können daran teilhaben. Workshops, Referate, eventuell auch kleine Lernreihen vorzubereiten, bedarf einer intensiven Auseinandersetzung, die Spaß macht. Anderen die Ergebnisse und den Prozess zugänglich zu machen, stellt einen schönen Endpunkt für diese Aktivitäten dar. Die SchülerInnen werden so zu GestalterInnen, holen sich die Ressourcen und Unterstützung, die sie brauchen, bleiben aber immer in Verantwortung für ihr eigenes Projekt. Selbstständige Arbeit, alleine oder in sozialen Kontexten z.B. in Kleingruppen, kann so aktives und freudiges Lernen sein.

Die Rollen der Erwachsenen während dieses Prozess ist dabei natürlich eine andere: Nicht wissende LektorInnen, sondern BegleiterInnen bei einem Lernprozess. Sie geben nicht vor, sondern werden nach Bedarf dazu geholt oder auch nicht und unterstützen durch regelmässiges Supervidieren.

Soziales Lernen und Partizipation

In der Lernarena ist Beteiligung ein wichtiger Aspekt des Schulalltags: Inhaltlich z.B. durch die partiziptative Gestaltung der Lerninhalte bei den Lehrauftragsvergaben. Ein oben schon geschildertes Element der Schule ist das Kurssystem – jedes Kind kann sich, mit Unterstützung, individuell seinen Stundenplan zusammenstellen und zusätzlich zu den Basics die Inhalte selbst aussuchen. Das Kurse, Workshops und vergebenen Lehraufträge werden in einem gemeinsam festgelegt.

Die SchülerInnen organisieren sich in den SchülerInnenarenen: Die Kinder und Jugendlichen sind Teil der Holacracy, organisieren ihre Belange und sind so eine der Säulen der partizipativen Schulorganisation. Die Kinder und Jugendlichen lernen im Tun und voneinander, gehen Kooperationen und Diskussionen mit den anderen Teilen der Lernarena ein und sind natürlich auch Teil des Gouvernanceprozesses, um die Struktur der Schule am Leben und in Veränderung zu halten. Soziales Lernen entsteht so im Doing, im Organisieren und im Verantwortung übernehmen.

Lernen in und mit Games

Spielerisches Lernen macht Freude und ist oft ein Lernen ohne genau mitzubekommen, dass man dies überhaupt tut. An diesem Prinzip kann eine Schule, wie die Lernarena, natürlich nicht vorbeigehen.:) Games und gamebasiertes Lernen wird ein fixes Element des Schulalltags darstellen. Physik lernen in Minecraft z.B. ist nur ein Beispiel dafür, die Palette der Möglichkeiten ist noch viel größer.

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