Lernprinzipien der Innovationsschule Lernarena

Lernprinzip Technologie(n)

Die Lernarena ist ein Experimentierort für unterschiedlichste Technolgie(n). Diese sind niederschwellig und passend zum jeweiligen Alter in das Lernen und Lehren integriert. Die Palette an genutzten Werkzeugen ist breit: Herkömmliche Technologien wie Bleistifte, Bücher und Malfarben haben ebenso ihren fixen Platz, wie Tablets, Laptops, Beamer, Roboter und Experimentiermaterialien. Die Lernwerkstatt arbeitet mit einer Palette an technologischen Möglichkeiten und sucht neue Wege.

Wie wäre es mit: Geografie mit Google Maps? Digitale Kunstprojekte? Mathe lernen beim Modelle bauen in der Werkstatt? Sprachen lernen mit (selbstgemachten?) Lernvideos? Ressourcen wie Moocs oder die Khan Academy nutzen? Lernen durch Lehren: Kinder entwickeln Unterricht selbst?

Mit der Nutzung unterschiedlichster Technolgien ist aktueller und zeitgemäßer Unterricht möglich. Neues zu entdecken bleibt dabei eine aufregende Reise und Herausforderungen, die im Lernarena-Alltag ein wichtiges Element darstellt.

Lernprinzip Medienbildung

In der Lernarena werden Medien aller Arten als Werkzeuge zum Lernen und Lehren gesehen. Dies umfasst sowohl herkömmlichen Medien, wie auch andere mediale Formen und Technologien, die in Schulen bis dato nur am Rande verwendet werden. Hefte, Bücher, Stifte, Plakate und anderes werden so um Tablets, Computer, digitale und soziale Medien erweitert. Die Palette der alltäglichen Unterrichtsmedien und -technologien wird bunter.

SchülerInnen und Lehrende verwenden so diese Werkzeuge ganz selbstverständlich zum Lernen und Lehren. Der Umgang damit wird im täglichen Gebrauch geübt. Medienbildung wird so zum gelebten Prinzip der Schule und Nutzungskompetenz zu einer Selbstverständlichkeit.

Lernprinzip wissenschaftliches Denken

Neugierde und Freude am Lernen: Kinder sind ForscherInnen, sie sind neugierig und suchen Auseinandersetzung. Diese grundsätzliche Haltung fördert und unterstützt die Lernarena.

Die Experimentierfreudigkeit, das Ausprobieren, das Fehler machen und aus diesen lernen (dürfen), Herausforderungen bewältigen und Spaß am gemeinsamen Erforschen wird so zum Lernprinzip in der Lernarena. Wissenschaft ist an Neuem interessiert und treibt damit Innovationen an. Die Lernarena unterstützt diese Haltung, fördert die Auseinandersetzung mit Neuem oder noch unbekannten Dingen und bleibt so auch am Puls der Zeit und Gesellschaft.

Der wissenschaftspädagogische Ansatz der Lernarena meint, zu lernen wie Wissenschaft arbeitet: Untersuchen, Thesen bilden, Thesen verwerfen oder bestätigen, sich damit situativ auseinandersetzen, Erkenntnisse dokumentieren und verarbeiten, gesichertes Wissen erarbeiten und offen bleiben für Neues.

Kurz: Spaß haben am Erforschen, am Lernen und an Neuem.

WissenschaftsCartoon

Quelle: Sheldoncomics.com

Soziale Kompetenzen

Jede Schule lebt vom Miteinander. Die Lernarena ist als Holacracy partizipativ organisiert. Der Schulalltag wird gemeinsam gestaltet, die Regeln gemeinsam gefunden und Probleme miteinander gelöst. Soziale Kompetenz ist so Teil des alltäglichen Lebens und wird im Schulalltag geübt und erprobt.

Die SchülerInnen lernen so im Verlauf ihrer Schulzeit Verantwortung zu übernehmen, ihre Schulwelt zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. Die Schwerpunkte der Schuljahre werden partizipativ entwickelt. Dieser – durch Interene und Externe – begleitete Prozess fördert die Ausbildung sozialer Kompetenzen und eines gemeinschaftlichen Umgangs. Die Lehrenden und Eltern sind als PartnerInnen am Aushandlungsprozess beteiligt und auch deren soziale Kompetenzen sind gefordert und gefördert.

Gesellschaftliche Partizipation

Oskar Negt: „Ich glaube, dass Bildung unter unseren Verhältnissen deshalb eine existenzielle Notwendigkeit hat, weil Demokratie die einzige Staatsform ist, die gelernt werden muss“

Lernen heißt handeln und umsetzen. Die Organisationsform der Lernarena ist partizipativ gestaltet – demokratisch, aber pragmatisch und machbar. Gemeinsam entschieden wird über die wichtigen Dinge – die inhaltlichen Schwerpunkte, die Lehraufträge, die Leitlinien bzgl. des schulischen Alltags. Die organisatorischen Rahmenbedingungen handhabt die Schulleitung. Die pädagogische Umsetzung im Alltag liegt in den Händen der Lehrendenteams – den LehrerInnen, Lehrbeauftragten und TutorInnen.

Alle Gruppen der Schule haben ihre Arena: Die SchülerInnenarena, die Lehrendenarena und die Elternarena. Zweimal im Jahr treffen sich alle in der Schularena und besprechen Lernschwerpunkte und Lehraufträge. In kleineren Runden wird vorbereitet. Auf die Qualität der Treffen, nicht auf die Quantität kommt es an. Deshalb begleiten externe ModeratorInnen die jeweiligen Arenas und unterstützen bei der Durchführung.

Gesellschaftliche Partizipation wird in der Lernarena gelebt und damit auch gelernt – von allen Beteiligten.

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